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31.03.2026

KI Agenten, Claude Apps und weniger Zeit in der Inbox

Wie OpenClaw und Claude den Schritt vom Chatbot zum digitalen Arbeitshelfer zeigen, wie Napkin AI komplexe Ideen visualisiert und wie KI bei der täglichen E Mail Bearbeitung unterstützen kann.

Im Februar 2026 rückte eine Entwicklung besonders in den Fokus: KI Systeme sollen nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern konkrete Aufgaben ausführen und direkt mit bestehenden Anwendungen zusammenarbeiten. OpenClaw machte als offener KI Agent auf sich aufmerksam. Claude entwickelte sich durch die Integration von Werkzeugen wie Slack, Asana, Figma und Canva stärker zu einer zentralen Arbeitsoberfläche. Gleichzeitig zeigte Napkin AI, wie sich Ideen und Prozesse innerhalb weniger Minuten visuell darstellen lassen. In dieser Ausgabe von KI to go erfährst du ausserdem, wie sich eingehende E Mails mit einem einfachen KI Prozess vorsortieren und vorbereiten lassen. Dazu erhältst du einen direkt einsetzbaren Prompt und einen kurzen Tipp für präzisere Antworten.

Hinweis zu dieser Ausgabe

Dieser Beitrag basiert auf der dritten Ausgabe unseres Newsletters KI to go vom Februar 2026. Die beschriebenen Produktstände, Funktionen und Verfügbarkeiten beziehen sich auf den damaligen Zeitpunkt.

Das Wichtigste auf einen Blick

OpenClaw sorgte Anfang 2026 als offener KI Agent für Aufmerksamkeit. Anders als klassische Chatbots sollte das System nicht nur Antworten formulieren, sondern Aufgaben ausführen, Informationen behalten und mit verschiedenen Werkzeugen und Kommunikationskanälen interagieren.

Auch Claude entwickelte sich weiter in diese Richtung. Durch integrierte Anwendungen konnten Nutzer Aufgaben in Asana vorbereiten, Nachrichten für Slack verfassen oder Inhalte in Designwerkzeugen erstellen, ohne den laufenden Chat zu verlassen.

Als Tool des Monats stellen wir Napkin AI vor. Das Werkzeug übersetzt Texte und Stichworte in einfache visuelle Darstellungen und hilft dabei, Ideen, Abläufe und Zusammenhänge schneller verständlich zu machen.

Das Playbook dieser Ausgabe zeigt, wie KI eingehende E Mails kategorisieren und Antwortentwürfe vorbereiten kann. Ziel ist nicht das vollständig automatische Versenden, sondern eine schnellere und strukturiertere Bearbeitung der Inbox.

Die wichtigsten KI Entwicklungen im Februar 2026

OpenClaw zeigt den nächsten Schritt nach klassischen Chatbots

OpenClaw, zuvor zeitweise unter dem Namen MoltBot bekannt, gewann Anfang 2026 stark an Aufmerksamkeit.

Das offene System wurde nicht primär als Chatbot positioniert, sondern als aufgabenorientierter persönlicher Assistent. Es kann mit verschiedenen Diensten verbunden werden, Informationen behalten und Aktionen im Namen des Nutzers vorbereiten oder ausführen.

Ein wichtiger Unterschied zu vielen vollständig cloudbasierten Angeboten ist die Möglichkeit, OpenClaw auf der eigenen Infrastruktur zu betreiben.

Was war neu?

Bei klassischen Chatbots steht die Unterhaltung im Mittelpunkt. Nutzer stellen eine Frage und erhalten eine Antwort.

Ein KI Agent geht einen Schritt weiter. Er kann eine Aufgabe in mehrere Schritte zerlegen, Werkzeuge verwenden und Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen.

Ein solcher Ablauf könnte beispielsweise so aussehen:

  1. Neue Informationen aus mehreren Quellen sammeln
  2. Relevante Inhalte herausfiltern
  3. Die Ergebnisse nach festgelegten Kriterien strukturieren
  4. Eine Zusammenfassung erstellen
  5. Eine Folgeaufgabe vorbereiten

OpenClaw steht damit stellvertretend für einen grösseren Trend: KI entwickelt sich von einer reinen Antwortmaschine zu einem System, das aktiv an digitalen Arbeitsabläufen beteiligt ist.

Warum war das für KMU interessant?

OpenClaw adressierte mehrere Themen, die für kleinere und mittlere Unternehmen relevant sind.

Datensouveränität

Durch den Betrieb auf eigener Infrastruktur kann ein Unternehmen mehr Kontrolle darüber erhalten, wo Daten verarbeitet und gespeichert werden.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Installation sicher oder datenschutzkonform ist. Konfiguration, Zugriffsrechte und die angebundenen Modelle müssen weiterhin sorgfältig geprüft werden.

Automatisierung

Der Fokus liegt auf wiederkehrenden Aufgaben und nicht nur auf einzelnen Antworten.

Geeignet sind vor allem Prozesse, die heute manuell ausgeführt werden, aber immer einem ähnlichen Muster folgen.

Integration

OpenClaw kann grundsätzlich mit bestehenden Werkzeugen und Kommunikationskanälen verbunden werden.

Dadurch lassen sich Aufgaben dort ausführen, wo Mitarbeitende bereits arbeiten, statt für jeden Schritt eine neue Anwendung öffnen zu müssen.

OpenClaw ist noch kein fertiges Standardprodukt

OpenClaw war zum Zeitpunkt der Newsletter Ausgabe kein einfaches Plug and Play Produkt für den breiten Einsatz im Unternehmen.

Die Einrichtung erforderte technisches Verständnis, klar definierte Prozesse und sorgfältig begrenzte Zugriffsrechte. Je mehr Systeme ein Agent verwenden darf, desto grösser sind auch die möglichen Auswirkungen einer fehlerhaften oder manipulierten Anweisung.

Für Unternehmen bedeutet das:

  1. Zuerst einen kleinen und klar abgegrenzten Anwendungsfall wählen
  2. Nur die unbedingt notwendigen Berechtigungen vergeben
  3. Keine kritischen Systeme direkt anbinden
  4. Jeden wichtigen Schritt durch einen Menschen bestätigen lassen
  5. Den Agenten zunächst in einer isolierten Umgebung testen
Praxisimpuls für dein Unternehmen

Notiere einen Prozess, der heute manuell bearbeitet wird, aber fast immer gleich abläuft.

Geeignete Beispiele sind:

  1. Informationen aus mehreren Quellen sammeln
  2. Eingehende Anfragen vorsortieren
  3. Dokumente nach bestimmten Kriterien prüfen
  4. Meeting Notizen in Aufgaben umwandeln
  5. Regelmässige Statusberichte vorbereiten

Beschreibe anschliessend jeden einzelnen Schritt. Je klarer ein Prozess bereits ohne KI definiert ist, desto leichter lässt er sich später teilweise automatisieren.

Claude wird zur zentralen Arbeitsoberfläche

Anthropic erweiterte Claude Anfang 2026 um die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsanwendungen direkt innerhalb der Chatoberfläche zu verwenden.

Dazu gehörten unter anderem Slack, Asana, Figma und Canva. Nutzer konnten dadurch nicht nur über eine Aufgabe sprechen, sondern auch Inhalte und Aktionen in den verbundenen Anwendungen vorbereiten.

Was war neu?

Claude konnte Informationen aus einer Unterhaltung direkt in angebundene Werkzeuge übertragen.

Mögliche Aufgaben waren beispielsweise:

  1. Eine Nachricht für Slack formulieren
  2. Eine Aufgabe in Asana erstellen
  3. Eine Projektübersicht aktualisieren
  4. Eine visuelle Darstellung in Figma vorbereiten
  5. Einen ersten Präsentationsentwurf in Canva erstellen

Die jeweilige Anwendung wurde innerhalb des Claude Workflows eingebunden. Nutzer mussten dadurch seltener zwischen verschiedenen Browserfenstern und Werkzeugen wechseln.

Welche Rolle spielte das Model Context Protocol?

Die Integrationen basierten auf dem Model Context Protocol, kurz MCP.

Dieser offene Standard ermöglicht es KI Systemen, strukturierte Verbindungen zu externen Datenquellen und Anwendungen herzustellen.

Vereinfacht gesagt definiert MCP, welche Informationen und Funktionen ein Werkzeug der KI zur Verfügung stellt. Dadurch müssen Integrationen nicht für jede Kombination aus Modell und Anwendung vollständig neu entwickelt werden.

Warum war das für KMU relevant?

Kleinere Unternehmen verfügen häufig nicht über eigene Entwicklungsteams für individuelle Automationen.

Direkt integrierte Anwendungen können die Einstiegshürde senken. Ein Team kann wiederkehrende Aufgaben bündeln, ohne sofort eine eigene technische Lösung entwickeln zu müssen.

Ein typischer Ablauf könnte so aussehen:

  1. Claude analysiert ein internes Projektupdate
  2. Daraus entsteht eine kurze Zusammenfassung für Slack
  3. Offene Punkte werden als Aufgaben für Asana formuliert
  4. Die wichtigsten Inhalte werden für eine Präsentation aufbereitet
  5. Ein erster visueller Entwurf wird in Canva vorbereitet

Alle Schritte entstehen auf Grundlage desselben Kontexts.

Worauf Unternehmen achten sollten

Auch integrierte Anwendungen benötigen klare Regeln.

Vor dem Einsatz sollten Unternehmen prüfen:

  1. Auf welche Daten Claude zugreifen kann
  2. Welche Aktionen automatisch ausgeführt werden dürfen
  3. Welche Schritte eine menschliche Freigabe benötigen
  4. Ob vertrauliche Informationen verarbeitet werden
  5. Wie Zugriffsrechte bei personellen Veränderungen entfernt werden
  6. Welche Aktivitäten protokolliert werden

Die technische Möglichkeit zur Integration ersetzt keine klare Verantwortung.

Praxisimpuls für dein Unternehmen

Wähle einen einfachen Prozess, bei dem heute Informationen manuell zwischen zwei oder drei Anwendungen übertragen werden.

Dokumentiere:

  1. Wo die Information entsteht
  2. In welches Werkzeug sie übertragen wird
  3. Welche Anpassungen dabei notwendig sind
  4. Wer das Ergebnis kontrolliert
  5. Welcher Schritt nicht automatisiert werden sollte

So wird sichtbar, ob eine integrierte KI Oberfläche tatsächlich Zeit spart oder nur einen zusätzlichen Arbeitsschritt erzeugt.

Tool des Monats: Napkin AI

Napkin AI hilft dabei, Texte und Stichworte in visuelle Darstellungen zu übersetzen.

Das Werkzeug kann aus einer Beschreibung beispielsweise ein Prozessdiagramm, eine Übersicht oder eine visuelle Struktur erstellen. Dadurch lassen sich komplexe Gedanken schneller verständlich machen.

Napkin AI ist besonders dann hilfreich, wenn ein Inhalt bereits gedanklich klar ist, aber noch keine passende visuelle Form besitzt.

Geeignete Anwendungsbereiche

Ideen und Zusammenhänge visualisieren

Ein Textabschnitt oder eine Liste mit Stichworten kann als Ausgangspunkt für eine erste Visualisierung dienen.

Das eignet sich beispielsweise für:

  1. Geschäftsmodelle
  2. Kundenprozesse
  3. Projektabläufe
  4. Entscheidungswege
  5. Strategische Zusammenhänge
  6. Rollen und Verantwortlichkeiten
Diskussionen in Meetings strukturieren

Während eines Meetings kann eine einfache Visualisierung helfen, unterschiedliche Vorstellungen sichtbar zu machen.

Statt eine Idee nur mündlich zu beschreiben, lässt sich innerhalb kurzer Zeit eine erste Darstellung erzeugen. Das Team kann anschliessend gemeinsam prüfen, was fehlt oder falsch verstanden wurde.

Inhalte für Präsentationen vorbereiten

Napkin AI kann als erster Schritt vor der eigentlichen Gestaltung einer Präsentation eingesetzt werden.

Das Werkzeug ersetzt kein ausgearbeitetes Design. Es hilft jedoch dabei, die inhaltliche Struktur einer Grafik oder Folie schneller zu entwickeln.

So funktioniert der Einstieg

1. Text oder Stichworte eingeben

Beschreibe die Idee, den Prozess oder den Zusammenhang möglichst klar.

Ein Beispiel:

Ein Kunde stellt eine Anfrage. Das Verkaufsteam prüft die Anforderungen. Anschliessend wird ein Angebot erstellt, intern freigegeben und an den Kunden versendet.

2. Eine Visualisierung erzeugen

Napkin AI analysiert den Text und schlägt eine passende visuelle Darstellung vor.

Je nach Inhalt kann daraus beispielsweise ein Ablauf, eine Gegenüberstellung oder eine strukturierte Übersicht entstehen.

3. Das Ergebnis weiterbearbeiten

Prüfe, ob die visuelle Logik tatsächlich zum Inhalt passt.

Passe bei Bedarf folgende Elemente an:

  1. Reihenfolge
  2. Beschriftungen
  3. Symbole
  4. Farben
  5. Gruppierungen
  6. Ausrichtung

Anschliessend kann die Grafik exportiert und in einer Präsentation, einem Dokument oder einem Workshop verwendet werden.

Grenzen von Napkin AI

Napkin AI eignet sich gut für schnelle Klarheit, ersetzt aber kein professionelles Informationsdesign.

Automatisch erzeugte Grafiken können Inhalte vereinfachen oder Beziehungen falsch gewichten. Jede Visualisierung sollte deshalb inhaltlich geprüft werden.

Für wichtige externe Präsentationen empfiehlt sich ausserdem eine gestalterische Überarbeitung, damit Typografie, Farben und visuelle Hierarchie zur eigenen Marke passen.

Datenschutz bei der Nutzung

Für erste Visualisierungen sollten möglichst abstrahierte Inhalte verwendet werden.

Vermeide insbesondere:

  1. Namen von Kunden oder Mitarbeitenden
  2. Vertrauliche Projektdaten
  3. Interne Finanzzahlen
  4. Personenbezogene Informationen
  5. Nicht veröffentlichte Strategien
  6. Zugangsdaten oder technische Geheimnisse

Ein Prozess kann häufig auch ohne echte Namen und konkrete Daten verständlich beschrieben werden.

Playbook des Monats: E Mails vorsortieren und vorbereiten

Die Inbox unterbricht den Arbeitsfluss häufig mehrmals am Tag.

Viele Nachrichten folgen ähnlichen Mustern. Trotzdem müssen sie einzeln geöffnet, verstanden und beantwortet werden.

KI kann dabei helfen, eingehende E Mails zu kategorisieren, zusammenzufassen und einen ersten Antwortentwurf vorzubereiten.

Das Ziel ist nicht, jede Nachricht automatisch zu versenden. Die finale Kontrolle bleibt bei der verantwortlichen Person.

Das Problem

Die Bearbeitung von E Mails verursacht mehrere Arten von Aufwand:

  1. Jede Nachricht muss zunächst eingeordnet werden
  2. Der relevante Inhalt muss erfasst werden
  3. Eine passende Antwort muss formuliert werden
  4. Termine oder Aufgaben müssen erkannt werden
  5. Der ursprüngliche Arbeitskontext geht verloren

Besonders störend ist der häufige Wechsel zwischen konzentrierter Arbeit und kurzen administrativen Aufgaben.

Die Lösung

Ein einfacher KI Prozess kann jede E Mail nach festen Kategorien einordnen und einen kurzen Antwortentwurf erstellen.

Die verantwortliche Person muss anschliessend nur noch:

  1. Die Kategorie kontrollieren
  2. Den Inhalt der Zusammenfassung prüfen
  3. Den Antwortentwurf anpassen
  4. Die Nachricht selbst freigeben und versenden

So bleibt die Kontrolle beim Menschen, während der erste Bearbeitungsschritt beschleunigt wird.

So startest du in 15 Minuten

1. Kategorien definieren

Lege drei bis fünf Kategorien fest, die zu deinem Arbeitsalltag passen.

Ein einfaches Beispiel:

  1. Anfrage
  2. Termin
  3. Information
  4. Dringend
  5. Keine Aktion notwendig

Die Kategorien sollten eindeutig genug sein, damit eine E Mail in der Regel nur einer Kategorie zugeordnet wird.

2. Regeln oder Ordner verwenden

Lege in Outlook oder Gmail passende Ordner, Labels oder Kategorien an.

Einfache Regeln können Nachrichten bereits anhand von Absendern, Betreffzeilen oder bestimmten Begriffen vorsortieren.

Du kannst beispielsweise:

  1. Newsletter in einen separaten Ordner verschieben
  2. Rechnungen automatisch kennzeichnen
  3. Nachrichten bestimmter Kunden priorisieren
  4. Kalendereinladungen separat sammeln
  5. Automatische Benachrichtigungen aus der Hauptansicht entfernen

KI sollte nur dort eingesetzt werden, wo klassische Regeln nicht ausreichen.

3. KI für Analyse und Antwortentwürfe nutzen

Kopiere die E Mail zunächst manuell in ein freigegebenes KI Werkzeug.

Entferne vertrauliche Daten, sofern deren Verarbeitung nicht ausdrücklich erlaubt ist.

Verwende anschliessend eine feste Vorlage.

Prompt zum Kopieren

Analysiere die folgende E Mail.

Ordne sie genau einer dieser Kategorien zu: Anfrage, Termin, Information, Dringend oder keine Aktion notwendig.

Fasse das Anliegen in maximal zwei Sätzen zusammen.

Nenne alle Fristen, Termine und konkreten Aufgaben.

Erstelle anschliessend einen kurzen Antwortentwurf in einem professionellen und freundlichen Ton.

Keine Floskeln. Keine unnötige Einleitung. Keine Wiederholungen. Erfinde keine Informationen. Wenn etwas unklar ist, stelle zuerst eine Rückfrage.

E Mail:

[Text der E Mail einfügen]

Optionaler nächster Schritt für Fortgeschrittene

Nach einem manuellen Test kann der Prozess schrittweise erweitert werden.

Mit Outlook und Power Automate oder vergleichbaren Werkzeugen lassen sich beispielsweise:

  1. Nachrichten automatisch markieren
  2. Bestimmte E Mails in einen Sammelordner verschieben
  3. Inhalte zur Analyse an einen freigegebenen Prozess übergeben
  4. Antwortentwürfe als Entwurf speichern
  5. Aufgaben oder Termine zur Prüfung vorbereiten

Beginne mit Analyse und Vorbereitung. Automatisiere nicht sofort den Versand.

Was nicht automatisch versendet werden sollte

Bestimmte Nachrichten benötigen fast immer eine menschliche Prüfung.

Dazu gehören:

  1. Rechtlich relevante Aussagen
  2. Beschwerden und Konflikte
  3. Angebote und Preisverhandlungen
  4. Personalthemen
  5. Finanzielle Zusagen
  6. Nachrichten mit vertraulichen Informationen
  7. Kommunikation im Namen der Geschäftsleitung

Bei solchen Inhalten kann KI einen Entwurf vorbereiten, aber nicht die Verantwortung übernehmen.

KI Quick Tip: Sage der KI, was sie nicht tun soll

Viele Prompts beschreiben nur das gewünschte Ergebnis.

Genauso hilfreich kann es sein, unerwünschte Eigenschaften klar auszuschliessen.

Solche No Gos reduzieren typische Probleme wie lange Einleitungen, Wiederholungen oder übertriebene Formulierungen.

Wann dieser Tipp hilfreich ist

Die Methode eignet sich besonders für:

  1. E Mails
  2. Zusammenfassungen
  3. Social Media Beiträge
  4. Angebote
  5. interne Statusberichte
  6. Antworten an Kunden

So formulierst du sinnvolle No Gos

Beschränke dich auf wenige und klare Regeln.

Eine lange Liste kann widersprüchlich werden und die Qualität verschlechtern.

Gute No Gos beschreiben beobachtbares Verhalten.

Statt:

Schreibe nicht schlecht.

Besser:

Keine Wiederholungen. Keine unbelegten Behauptungen. Keine Einleitung, die nur die Aufgabe wiederholt.

Vorlage zum Kopieren

Keine Floskeln. Keine unnötigen Einleitungen. Keine Wiederholungen. Keine übertriebenen Aussagen. Erfinde keine Informationen. Wenn etwas unklar ist, stelle zuerst eine Rückfrage.

Diese Vorgaben können als wiederverwendbarer Teil eines Kontextprofils gespeichert werden.

Was Unternehmen aus dieser Ausgabe mitnehmen können

KI entwickelt sich zunehmend von einer einzelnen Chatoberfläche zu einem Bestandteil vollständiger Arbeitsabläufe.

OpenClaw zeigt, wie offene Agentensysteme Aufgaben über verschiedene Werkzeuge hinweg bearbeiten können. Die Claude Integrationen verdeutlichen gleichzeitig, wie etablierte KI Plattformen externe Anwendungen direkt in ihre Oberfläche einbinden.

Für Unternehmen liegt der grösste Nutzen jedoch nicht in möglichst vielen Integrationen. Entscheidend ist, einen klaren und wiederkehrenden Prozess auszuwählen.

Ein sinnvoller Einstieg besteht aus vier Schritten:

  1. Einen manuellen und wiederkehrenden Ablauf dokumentieren
  2. Einen einzelnen Schritt für die Unterstützung durch KI auswählen
  3. Zugriffsrechte und Verantwortung klar begrenzen
  4. Ergebnisse messen und den Prozess schrittweise erweitern

Auch bei einfachen Anwendungen wie der E Mail Bearbeitung gilt: KI sollte vorbereiten, strukturieren und Vorschläge liefern. Entscheidungen und sensible Kommunikation bleiben in menschlicher Verantwortung.

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